Produkt-Empfehlungen nutzen und damit den Umsatz erhöhen

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Vor einiger Zeit hat MailChimp ein Produkt-Empfehlungssystem veröffentlicht. Seitdem das Tool auf dem markt ist, haben 26,3 Millionen Menschen Empfehlungen für 88,3 Millionen Produkte erhalten. Aus diesen von MailChimp gemessenen Kampagnen wurde ein Umsatz von 1,4 Millionen US Dollar generiert und allein 170.000 US Dollar oder 12 Prozent hiervon entfielen auf empfohlene Artikel. Um den Erfolg des Tools zu messen, hat MailChimp Nutzergruppen zusammengestellt, die Kampagnen mit und ohne Produktempfehlungen verschickt haben. Hieraus konnten dann durchschnittliche Abweichungen im Bezug auf Umsatz, Klick- und Abmelderaten ermittelt werden.

Welche Schlussfolgerungen können aus den Test-Kampagnen gezogen werden:

  • Kleinere Unternehmen erhielten im Durchschnitt 47,8 Cent für jede Person, die eine Kampagne ohne Produktempfehlungen öffnete. Demgegenüber standen 62,6 Cent für solche Kampagnen, die das Tool einsetzten, was einer Umsatzsteigerung von 31 Prozent entsprach.
  • Ein weiterer Punkt betraf die Klick-Raten: 14,4 Prozent (keine Produktempfehlungen) gegenüber 14,7 Prozent (mit Produktempfehlungen) macht einen Anstieg von 2 Prozent bei den Öffnungsraten der Newsletter.
  • Ein letzter Punkt beleuchtete die Abmeldezahlen: Während sich 1,8 Prozent der Nutzer, die eine Kampagne ohne Produktempfehlungen erhielten, vom Newsletter abmeldeten, lag diese Quote bei den Kampagnen mit den Empfehlungen bei 1,6 Prozent, was die Abmeldequote um 8 Prozent mindert.

Das Beste aus der Inbox-Voransicht machen

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Schönheit, so heißt es, liege im Auge des Betrachters verborgen. Wenn wir aber Ersteres mit dem E-Mail-Marketing gleichsetzen und Letzteres mit einem E-Mail-Client, können die Dinge schon mal recht kompliziert werden. Grund: E-Mail-Clients sind in der Darstellung der eingehenden Post genauso inkonsistent, wie der Browser bei der Ausgabe einer Webseite auf dem Bildschirm. So kann sich eine Newsletterkampagne, die wahlweise auf einem iPhone oder mit Outlook 2007 geöffnet wird, im Aussehen deutlich voneinander unterscheiden. Die Krux an der Sache: Wie muss eine Kampagne gestaltet sein, dass sie über möglichst viele Plattformen hinweg korrekt angezeigt wird?

MailChimp bietet in diesen Fällen das Inbox Preview Feature an, das dem Nutzer anzeigt, wie der Newsletter in mehr als 40 E-Mail-Clients ausgeworfen wird. Dank der Vorarbeit, die MailChimp bei der Analyse der Clients geleistet hat, muss sich der Nutzer nicht über alle Darstellungsvarianten den Kopf zerbrechen. Die effizienteste Strategie ist es, zunächst solche Clients zu testen, die innerhalb ihrer Listen die größte Verbreitung genießen. Die Information finden Sie in ihrem Account innerhalb des Listen-Reiters unter der Top E-Mail Clients Section. Wenn keiner ihrer Abonnenten z. B. Lotus Notes 9 benutzt, können Sie diesen Client schon mal ignorieren.

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Wie sich aus der Grafik ersehen lässt, haben mobile E-Mail-Clients, wie iOS und Android eine starke Präsenz und decken mehr als 50 Prozent der Top-15-Anwendungen in diesem Bereich ab. Obwohl Sie ihre Kampagnen natürlich gemäß der bei ihnen vorherrschenden Verteilung optimieren sollten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein bis zwei populäre mobile E-Mail-Clients unter ihren Abonnenten Verwendung finden.

MailChimp-Day am 4.10.2016 in Köln

Mailchimp-Day Tickets

E-Mail-Marketing mit MailChimp: Egal, ob man den sprichwörtlichen Kaninchenzuchtverein promoten möchte, oder ob man im Industriebetrieb Vertriebspartner und Kunden informieren möchte – MailChimp ist das ideale, leistungsfähige und umfangreiche Werkzeug für diese Aufgabe. In unserer täglichen Agenturpraxis sehen wir aber immer wieder, dass Anwender nur an der Oberfläche kratzen und nur wenige der tiefergehenden Features überhaupt nutzen.

Aus diesem Grund veranstalten wir am 4. Oktober in Köln den MailChimp-Day – die erste, deutsche Anwenderkonferenz zu MailChimp (und vermutlich die erste Konferenz weltweit überhaupt zu diesem Thema). Anerkannte Experten halten Vorträge und Workshops zur Nutzung von MailChimp und geben Best Practice-Beispiele. In den Pausen und während der begleitenden Fachausstellung gibt es zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch mit Experten und anderen Anwendern.

Weitere Informationen und Tickets gibt es auf www.MailChimp-Day.de

Warum die Einwilligung so wichtig ist!

Im E-Mail-Marketing ist die Einwilligung des Empfängers ein wichtiges Element der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Nur wenn Sie Empfänger anschreiben, die auch nach einem Newsletter gefragt haben, werden Sie weniger Beschwerden kassieren und sich zudem über eine höhere Interaktion ihrer Zielgruppe freuen können.

Folgendes sollten Sie beachten:

Nutzen Sie für Ihren Klienten niemals zusammengekaufte Listen. Wer mit einem Onlineshop oder einer anderen Dienstleitung ins Geschäftsleben starten will, für den mag es verlockend erscheinen, gleich mal auf einen riesigen Fundus an Adressen zurückgreifen zu können, um das Marketing anzukurbeln. Dieses Vorgehen goutiert MailChimp allerdings gar nicht, kann es doch zu hohen „Bounce-Raten und dem so genannten „Blacklisting“ führen. Am Ende kann sich dies auch negativ auf die Marke ihres Kunden auswirken.

Ein weiterer Punkt: setzen Sie niemals die Zustimmung ihrer Empfänger voraus. Selbst wenn der Empfängerkreis ihres Klienten aus Kunden und Kollegen besteht, die ihre Einwilligung bereits erteilt haben, sollten sie sich dennoch rückversichern, dass die Listen den Anforderungen von MailChimp entsprechen.

Wählen Sie die für ihre Region gültige Opt-in-Methode. MailChimp empfiehlt in diesen Fällen das so genannte Double-Opt-in für alle Neuanmeldungen. Mit Hilfe dieses Verfahrens können Sie sicher sein, dass jede Email-Adresse mit einer Person verknüpft ist, die ihre Einwilligung zu einem Versand erteilt hat.

Auch sollten Sie immer klar in Richtung ihrer Empfänger kommunizieren, welche Inhalte sie in welcher Frequenz erwarten können, wenn sie sich in Ihre Liste(n) eintragen. Wenn jemand z. B. einen Newsletter in dem Glauben abonniert hat, dass er einmal im Monat verschickt wird und dann aber wöchentliche Aussendungen erhält, kann dies möglicherweise den Kunden verärgern und zu Abmeldungen führen.

Marketing Automation mit MailChimp und WordPress

Roger Basler hat auf unternehmer.de einen sehr guten Überblick über automatische Mails und automatische Kundenpflege verfasst. Uns freut natürlich besonders, dass er MailChimp als Referenz genommen hat:

Dank neuer Möglichkeiten lassen sich die Marketingmittel weitgehend automatisiert und zeitgesteuert platzieren. Dabei wird das automatisierte E-Mail-Marketing darauf ausgelegt, einen Customer Lifetime Value zu entwickeln.

Hier geht es darum, den Kundenlebenszyklus (Interessent, Neukunde, Bestandskunde, Verlorener-Kunde) zum eigenen Portfolio in ein Konzept zu gießen. Der Customer Lifetime Value ist dabei der Wert, den ein Kunde während seines Kundenlebens realisiert: also vergangene, aber vor allem künftige Umsätze werden betrachtet.

Den vollständigen – lesenswerten – Artikel finden Sie unter http://www.unternehmer.de/marketing-vertrieb/184809-marketing-automation-mit-mailchimp

A/B-Tests für die Betreffzeile

Ich habe viele Newsletter abonniert. Sehr viele. Darunter natürlich auch die Newsletter von MailChimp selbst – und diese mit verschiedenen Mailadressen auch mehrmals. Warum? Um zu lernen! Denn wenn jemand weiss, wie man gute Newsletter erstellt, dann ja wohl MailChimp selbst. Und so finden sich dann auch interessante Einblicke, wie die folgenden:

A/B-Tests der Betreffzeile

Die eigenen Newsletter von MailChimp nutzen sehr konsequent die A/B-Tests für die Betreffzeile. In den beiden Beispielen ist es sogar nicht nur ein einfacher A/B-Test, sondern ein multivarianter Test, der mehr als 2 Variationen testet.

Sehr schön sieht man, wie hier mit verschiedenen Betreffzeilen und mit Emojis experimentiert wird. Dabei testet MailChimp nicht nur den Text des Betreffs, sondern auch die Platzierung der Emojis.

Auch sehr gut zu sehen sind die zwei Wellen der Aussendung, mit 11 Tagen Versatz zwischen dem ersten und dem zweiten Mailing.

Multivariantes Testen ist nur MailChimp Pro Accounts vorbehalten. Aber auch mit einfachen A/B-Tests mit zwei Varianten kann man schon gute Einblicke gewinnen. Nutzen Sie daher das Feature häufig!

Vordefinierte E-Commerce-Bereiche

Um gesammelte Daten aus ihrem Onlineshop noch besser segmentieren zu können, hat MailChimp hierzu neue Kategorien angelegt, die das individuelle Kaufverhalten der Kunden berücksichtigen.

Folgende Segmentierungen sind möglich:

  • Kunden, die ihren ersten Kauf innerhalb der letzten 30 Tage getätigt haben.
  • Kunden, die innerhalb der letzten 30 Tage etwas erworben haben.
  • Kunden, die zwei oder mehr Käufe getätigt haben.
  • Kunden, die zwar in der Vergangenheit etwas gekauft haben, aber nicht mehr in den letzten vier Wochen.
  • Kunden, die sich zwar in eine Liste eingetragen, aber nie etwas gekauft haben.

Der passende Workflow für jede Situation

MailChimp hat den Auswahlbildschirm für den Automation Workflow durch eine neue Seite ersetzt, die nun mit einer Suchleiste ausgestattet ist. So findet der Nutzer den passenden Workflow für jede Zielgruppe und Situation. Außerdem gibt es neue Preset Workflows für die Bereiche Non-Profit, Bildung und Musik.

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Wenn der Warenkorb zurück bleibt!

Ein neues Feature bietet MailChimp-Nutzern nun die Möglichkeit, automatisierte E-Mails entweder nach sechs oder 24 Stunden an einen Kunden zu senden, der zwar Artikel in seinen Warenkorb gelegt, den Kauf aber nicht abgeschlossen hat. Der „Abandoned Cart“-Workflow steht momentan allen MailChimp-Nutzern mit einem bezahlten Konto zur Verfügung, das mit Shopify oder API 3.0 verbunden ist. In Kürze wird diese Erweiterung auch für BigCommerce und Magento verfügbar sein.

Wer das Feature einsetzen will, kann eines der neuen Templates wählen oder auf das reguläre drag and drop-Template mit dem Inhaltsblock für den Warenkorb zurückgreifen. Dieser verfügt standardmäßig über Produktfotos, Titel und Preise und kann auf die von Ihnen beworbenen Produkte angepasst werden.

Falls ein Kunde seinen Kauf doch noch vor dem Versand des Newsletters abschließt, wird die E-Mail automatisch aus der Warteschlange entfernt.

Die Funktion enthält auch den neuen Status „Transactional“ für solche E-Mail-Adressen, die ausschließlich über den „Abandoned Cart“-Workflow angeschrieben werden können und nicht in der allgemeinen Abonnenten-Liste auftauchen, außer sie haben das Opt-in-Verfahren gewählt, um Werbemails zu erhalten. Zu finden sind diese E-Mail-Adressen im „Transactional“-Abschnitt der Abonnenten-Listen.

Unter folgenden Bedingungen werden Abonnenten auf der „Transactional“-Liste geführt:

  • Die Shopify-Einstellungen sehen standardmäßig kein Einverständnis für den Erhalt von Werbemails vor und der Käufer hat dies beim Check-out zudem ausgeschlossen.
  • Der Shopify-Nutzer hat die Werbemail-Funktion ausschaltet.

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Weitere Infos über die Einrichtung eines Workflows finden Sie hier.

Produktempfehlungen für MailChimp nutzen

Sie kennen das! Sobald Sie in einem Onlineshop ein bestimmtes Produkt in den Warenkorb gelegt haben, schlägt Ihnen das System noch weitere Artikel vor, die Ihnen auch gefallen könnten oder die von anderen Kunden gekauft wurden. Bei den Online-Schwergewichten Amazon und Netflix ziehen sich diese Empfehlungen wie ein roter Faden durch die Customer Journey. Doch auch für kleinere E-Commerce-Unternehmen sind die Produkt-Empfehlungen im Umfeld des Newslettermarketings eine Option, die MailChimp anbietet.

Das Feature steht allen MailChimp-Nutzern offen, die über ein kostenpflichtiges Konto verfügen und Ihre E-Commerce-Daten (Produktbilder, Links und den Vorratsbestand) mit Shopify, BigCommerce oder API 3.0 verbunden haben. Auch für Magento ist dieser Service ab dem 7. Juni gültig. Voraussetzung ist auch, dass Ihr Shop mehr als 50 verschiedene Kunden innerhalb eines Jahres aufweisen kann, mehr als zehn Produkte im Angebot hat und mehr als 500 Bestellungen im Jahr verarbeitet. Alle anderen, die nicht über diese Kriterien verfügen, können anstelle von Produktempfehlungen auf die Top-Seller-Funktion zurückgreifen.

Wenn Sie Shopify, BigCommerce oder API 3.0 nutzen, sieht die Darstellung innerhalb ihres Kontos wie folgt aus:

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Sobald die Box für die Produktempfehlungen in die Inhalte der Kampagne eingepflegt ist, kann deren Anzahl ausgewählt werden. Zudem hat MailChimp ein Werkzeug integriert, das die Mehrfachnennung eines Produkts in einer Mail verhindert. Im Hintergrund analysiert MailChimp vor dem Versand der Kampagne die individuelle Kauf-Historie des Kunden und bietet auf Basis dieser Ergebnisse personalisierte Produktempfehlungen an. Liegen keine Empfehlungen vor, greift das Programm auf die Top-Seller zurück.

Produktempfehlungen

Wie funktioniert der dahinter liegende Mechanismus nun genau? Nehmen wir als Beispiel einen Onlineshop für Kleidung, in dem ein Kunde ein T-Shirt gekauft hat. Über diese reine Information hinaus, also Kunde X hat Kleidungsstück Y erworben, wäre es für den Erfolg einer Kampagne enorm hilfreich, wenn wir voraussehen könnten, was unser Kunde möglicherweise als nächstes kaufen will. Nur dann können wir zielsicher eine Mail verschicken, in der genau dieses Produkt beworben wird.

Um hier einen möglichst genauen Treffer landen zu können, kommt die Mathematik ins Spiel. Aus der Tabelle geht hervor, dass Kunden, die ein T-Shirt gekauft haben, oftmals auch zu Socken greifen, aber den Hut links liegen lassen.  Auch Karten, Actionfiguren und Bücher sind bei diesem Kunden-Typ eher weniger beliebt. Auf Basis dieser Daten würden wir nun in die nächste Kampagne als Produktempfehlungen sowohl die Socken als auch einen Hut integrieren.

Tabelle

Was passiert nun, wenn ein Kunde über einen längeren Zeitraum gar nichts gekauft hat? In diesem Fall erhält der Kunde eine Liste an Produkten, die im Shop in letzter Zeit besonders gut gelaufen sind. Niemand wird eine Empfehlung von Artikeln erhalten, die bereits gekauft wurden oder die zum Zeitpunkt der Kampagnen-Erstellung bereits ausverkauft sind. Alle Produktempfehlungen basieren auf diesen Überlegungen.